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Evangelischer Kirchenkreis Greiz
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Evang.-Luth. Kirchengemeinde Wöhlsdorf

Die Kirche zu Wöhlsdorf

1x1.trans - Evang.-Luth. Kirchengemeinde Wöhlsdorf
Kirche Wöhlsdorf

Die Kirche in Wöhlsdorf zählt zu den ältesten Kirchanlagen in Ostthüringen. Es handelt sich im Ursprung um eine romanische Chorturmkirche, wahrscheinlich aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Der spätgotische Chor wurde 1503 angebaut. In dieser Zeit dürfte auch das Turmerdgeschoß (Kreuzrippengewölbe) entstanden sein. Die Rippen weisen wie auch im Chor den sogenannten Birnstab im Querschnitt auf. Das Langhaus ist flach gedeckt. Die Balken sind schiffsgekehlt. Die Gestaltung des Innenraumes geht auf das Jahr 1904 oder 1907 zurück. Es wurden Empore, Altar, Gestühl und Kanzel eingebaut. Auch die Fugen- und Ornamentmalereien stammen aus dieser Zeit. Deutlich ist das Bemühen sichtbar, stilistisch an die gotische Architektur von Turmgeschoß und Chor anzuknüpfen. Der sogenannte neugotische Stil lässt sich gut an Altar und Altaraufsatz erkennen.

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Kirche Wöhlsdorf innen

Der spätgotische Flügelaltar trägt im Zentrum ein schlichtes lateinisches Kreuz, in den Flügeln erkennt man stilisierte Weinranken und Ährenbündel. Beides symbolisiert das Abendmahlsakrament. Die Rebe deutet auf das Blut Christi, die Ähren auf seinen Leib. Brot und Wein werden beim Abendmahl der Gemeinde durch den Pfarrer gereicht.

Links vor dem Altar befindet sich der 1852 gestiftete Taufstein. Klarer Aufbau und schlichtes Dekor charakterisieren ihn als Werk des Klassizismus.

Die großen Schäden an der 1730 erbauten Orgel dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gehäuse eine bedeutende künstlerische Leistung des Barock darstellt.

Ein aufmerksamer Gang durch diese Kirche kann einem Gang durch verschiedene Jahrhunderte verglichen werden. Die Epochen von Romanik, Gotik, Barock, Klassizismus und Neugotik sind hier vertreten. Ungeachtet des teilweise schlechten Zustandes verschmolzen sie im Verlauf von fast 900 Jahren zu einer organischen Einheit, die es zu bewahren gilt.