Ein Krankenhaus ist ein Ort vielfältiger Gefühle und Erfahrungen. Da ist die Hoffnung auf Heilung oder erfahrene Rettung. Ebenso können da Ängste, Unsicherheiten und Sorgen sein. Das eigene Leben steht in Frage. Manchmal wird der Glaube fraglich. Schwierige Entscheidungen müssen gefällt werden oder Konflikte brechen auf. Vielleicht ist da Einsamkeit, Trauer, Leere oder Wut. Krankenhausseelsorge gibt dem Raum. Sei es durch ein Gespräch, einfaches Dasein oder durch Rituale wie Gebet und Segen.
Der Raum der Stille steht zum persönlichen Verweilen und Gebet offen. Dort finden Gottesdienste statt. Die Zeiten sind den Aushängen im Krankenhaus zu entnehmen.
Krankenhausseelsorge ist für alle Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit da und achtet die religiösen Überzeugungen des Gegenübers. Sie richtet sich sowohl an Patientinnen und Patienten, als auch an Angehörige und Mitarbeitende des Krankenhauses.
Seelsorge kann über die Pflege oder den zentralen Empfang angefordert werden. Ebenso ist es möglich selbst Kontakt aufzunehmen, sei es per Telefon oder Mail oder über den Briefkasten im Raum der Stille.

PfarrerIn
Ein weiteres Arbeitsfeld des Kirchenkreises Greiz ist die Gefängnisseelsorge in der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben, ein Gefängnis mit ca. 300 Gefangenen und 160 Mitarbeitern.
Anders als andere moderne Gefängnisse in Deutschland ist dieses Gefängnis schon aus der Ferne sichtbar und liegt mitten in der Stadt in direkter Nachbarschaft zur Kirche. Diese räumliche Nähe zur Kommune und zur Kirche ist nicht nur real, sondern ist auch symbolisch zu verstehen. Auch eine JVA ist eine Institution mitten in unserer Gesellschaft, und sie ist vom menschlichen Miteinander im guten und manchmal auch im schlechten Sinn geprägt. Der Gefängnisseelsorger untersteht dem Regelwerk dieser staatlichen Institution, ist aber gleichzeitig Beauftragter der Kirche Jesu Christi, der versucht, „die Freiheit eines Christenmenschen“ (Martin Luther) auch innerhalb der Gefängnismauern zu leben und weiterzusagen und damit auch seinen Beitrag zu einem menschlichen Strafvollzug zu leisten. Dazu gehören – gemeinsam mit dem katholischen Kollegen – Einzelgespräche, regelmäßige Gottesdienste und Gruppengespräche. Tragendes Element aller Gespräche ist die Vertraulichkeit, die in keinem Fall gebrochen werden darf.

Pfarrer
Tel. 036622 50234
Mail EKMD: Sebastian.kropp@ekmd.de
Mail JVA-Hohenleuben: s.kropp@jvahlb.thueringen.de